|  STARK BESCHÄDIGT: Das Fahrzeug des offensichtlich lebensmüden Pfungstädters nach der Schreckensfahrt über den Luisenplatz. Der Mann hatte einen Bus und einen Steinpoller gerammt; Passanten hatten mit Flaschen, Caféstühlen und sogar Fahrrädern auf das Auto eingeschlagen, um die darin sitzenden Kinder zu bergen. (Foto: Roman Größer) Mit einer Schreckensfahrt kreuz und quer über den Luisenplatz hat ein 43 Jahre alter Pfungstädter am Freitagabend für Lebensgefahr und tumultartige Szenen zu Füßen des Langen Ludwigs gesorgt. Der offensichtlich lebensmüde Mann hatte seine beiden vier und sechs Jahre alten Kinder mit im Auto, als er über längere Zeit zunächst langsam, dann zeitweise mit hohem Tempo über den Platz kurvte. Passanten liefen um ihr Leben; andere versuchten, den Wagen zu stoppen, umstellten ihn und schlugen mit Flaschen, Caféstühlen und sogar mit Fahrrädern auf die Scheiben ein, um die Kinder in Sicherheit zu bringen. Im Auto befand sich eine geöffnete Gasflasche; Zeugen berichteten, im Innenraum sei es zunehmend neblig geworden. Die Irrfahrt endete nach zehn bis fünfzehn Minuten gegen 18.45 Uhr, als der Mann einen Steinpoller vor dem Sparkassengebäude an der Westseite des Platzes rammte. Dort kam es noch zu dramatischen Situationen, als wegen der Gasflasche kurzzeitig Explosionsgefahr befürchtet wurde. Schließlich wurde der Mann aus dem Auto gezogen und festgenommen. Bei der Fahrt ist nach Augenzeugenberichten eine Frau am Fuß verletzt worden. Sie sei mit dem Krankenwagen weggebracht worden, hieß es; die Polizei wusste am Abend zunächst nichts über ihren Zustand. Die beiden Kinder – ein Mädchen und ihr älterer Bruder – standen unter Schock, wurden zunächst ärztlich versorgt und dann von ihrer Mutter abgeholt. Der Mann werde psychiatrisch behandelt, erklärte die Polizei. Mehr zu diesem Thema im Lokalteil Darmstadt der aktuellen Ausgabe des „Darmstädter Echos“ (Pfingsten 2008). |
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